"Die Antrittsrede der amerikanischen Päpstin"

"Die Antrittsrede der amerikanischen Päpstin"

am 07. März 2020 von / ab 20:00

Einlass: 19:30 Uhr

Beginn: 20 Uhr

Eintrittt 10.- € / 8.- € (ermäßigt)

 

 

 

Eine Kooperationsveranstaltung mit dem Frauentreffpunkt Filderstadt:

 

"Die Antrittsrede der

amerikanischen Päpstin"

 Autorin: Esther Vilar

 

Paepstin1

 mit
Charis Hager

 mit anschließender Diskussion (*)

 

 

Wir schreiben das Jahr 2049:

 

HABEMUS PAPESSAM!

 

Die erste weibliche Päpstin hält ihre Antrittsrede.

 

Verarmt, liberalisiert und machtlos steht die katholische Kirche vor ihren Trümmern. Alle Reichtümer sind verkauft, die Regeln gelockert, eine Frau wurde zur Päpstin gewählt. In einer durch Werbung finanzierten Fernsehansprache reflektiert die erste weibliche Päpstin den Weg der Kirche bis zum Heute, legt die Gründe und Ziele ihres Handelns dar und führt die modernisierte Kirche in einen erstaunlichen Neuanfang.

 

Das Stück „Die Antrittsrede der amerikanischen Päpstin“ von Esther Vilar wirft Fragen auf:

 

Wieviel Freiheit brauchen wir Menschen? Wieviel Regeln? Was lief schief in der Kirchengeschichte? Welche Rolle spielen Frauen innerhalb der Kirche? Wie war das mit Zölibat, Ehescheidung, Beichte und Buße? Wer war eigentlich dieser Jesus, und welche Bedeutung hat er noch heute für uns?

 

Schon in den 80er Jahren sorgte dieses Stück für einigen Wirbel. Wie erstaunlich aktuell es noch heute ist, zeigte die Premiere des Stücks am 22.05.2011 auf Burg Feuerstein unter der Regie von Uwe Hoppe mit Charis Hager als Päpstin: Viel Applaus, ein empörter Erzbischof Dr. Ludwig Schick und unzählige interessante Gespräche, die der Aufführung folgten.

 

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Pressestimmen:

 

„Päpstin“ ärgert Schick
Das Theaterstück zum 50. Kirchweihjubiläum auf Burg Feuerstein hat für Irritationen gesorgt. Erzbischof Schick verbot, das Stück künftig in kirchlichen Räumen aufzuführen. […]
(Nürnberger Nachrichten)


Ungehaltener Erzbischof
Brisanten Sprengstoff birgt Esther Vilars Theaterstück „Die ungehaltene Rede der amerikanischen Päpstin“ auch heute, 30 Jahre nach dessen Entstehung noch.
Hut ab vor den Verantwortlichen auf Burg Feuerstein und deren Courage, das provokante Stück genau dort zu platzieren, wo es hingehört: nämlich im jungen Herzen des Burg Feuerstein.
Esther Vilars Thema ist die Unfähigkeit des Menschen zur Freiheit. In ungeahnter Weise hat Bischof Schick am Sonntag mit seiner ablehnenden Reaktion Wasser auf ihre Mühlen gegossen. Allein die Inszenierung der Vision einer demokratischen Kirche lässt den Bischof so ungehalten werden, dass er die „ungehaltene Rede“ schlicht und einfach verbietet.
In alt bekannter Manier reagiert er also mit Denkverboten, Zensur und Sanktionen. Welche Lust an der Unfreiheit sich da offenbarte!
(Nürnberger Nachrichten, Reaktion auf Bericht über Premiere)

Charis Hager schafft es in einer großartigen Einzelleistung, die Zweifel und Reflexionen der Päpstin offenzulegen. Ihre Entwicklung von der rationalen Chefin eines Glaubensunternehmens zum weiblichen Kirchenoberhaupt in prachtvollem, weißen Gewand ist radikal, aber nachvollziehbar. Es geht weniger um eine aufwendige Gestaltung, als um die Inhalte. Daher besteht auch die Bühne nur aus wenigen Requisiten - ein Schreibtisch, ein Bürostuhl, ein besticktes Papstgewand in der Ecke.
Alles sehr irdisch, wie die Päpstin, eine Frau aus Fleisch und Blut. Sie bewundert Jesus wegen seines Humanismus und seiner Friedenslehre, nicht wegen seiner Wundertaten: "Er war ein Mensch, kein Gott, und Menschen kommen niemals wieder." Ihr Verstand sagt ihr, wenn es keinen Gott gäbe, man ihn dann erfinden müsste, weil nur ein Allmächtiger die Menschen von ihren Sünden befreien und von ihrem schlechten Gewissen erlösen kann. Das ist das Thema Esther Vilars, die Freiheit des Einzelnen und seine Unfähigkeit, damit umzugehen.
(Frankenpost)

Das Stück ist niveauvoll, theologisch kenntnisreich und intellektuell spannend. Vor allem, wenn es so souverän gespielt – und gesprochen- wird wie von Charis Hager.
(Bayerische Rundschau)

 

 

 

(*) Mögliche Gesprächsthemen anknüpfend an „Die Antrittsrede der amerikanischen Päpstin“:


- Freiheit und Unfreiheit des Menschen
- Leben nach Regeln und Geboten oder nach dem eigenen Gewissen?
- Tradition und Fortschritt
- Wer war Jesus:  Mensch oder Gott? Welche Bedeutung hat er heute für uns?
- Die Rolle der Frau in der Kirche
- Die Zukunft der Kirche
- Hierarchie in der Kirche
- Zölibat
- Scheidung
- Gleichgeschlechtliche Beziehungen
- Umgang mit Geld
- Macht und Verantwortung
- ...